Die wundersame Welt des Masaru Emoto
Auf der großen Bühne des Carl-Orff-Saals im Münchener Gasteig sieht Masaru Emoto ein wenig verloren aus. Ganz links steht er und hält ein Mikro in der Hand – klein gewachsen, weiße Turnschuhe, schwarze Anzughose, weißes T-Shirt, blaues Sakko. Am rechten Rand der Bühne stehen zwei Tische, an denen seine Frau und seine für den kommenden Vortrag unentbehrliche Dolmetscherin sitzen. Der Saal ist ausverkauft. Vor dem Gasteig versuchten vorwiegend Mid-Fünfziger noch an Karten für den Vortrag des selbst ernannten Botschafters des Wassers aus Japan zu gelangen – ohne Erfolg: Der Andrang ist groß wenn der bekannte Buchautor seine „Entdeckungen“ präsentiert, samt Diashow und Musikbeispielen. Durch das Fotografieren von Wasserkristallen habe er herausgefunden, dass Wasser ein Gedächtnis besitzt, hören und lesen kann! Fantastische Erkenntnisse also über bisher unbekannte Fähigkeiten eines recht gut erforschten Mediums. Masaru beginnt seinen Vortrag mit der Geschichte seines Forscherlebens und Autorendaseins. Absatzweise werden seine Ausformulierungen übersetzt. Pausen entstehen, die Zeit geben über das Gesagte nachzudenken – so recht ergibt es keinen Sinn, was Emoto über die Entstehung des Universums, die Herkunft des Wassers und dessen Fähigkeiten auf der Erde erzählt. Das liegt zum einen an der scheinbar willkürlichen Beweisführung des japanischen Wissenschaftlers, zum anderen an seinen überraschenden Behauptungen, die er nicht erklärt, sondern vorträgt, als habe nie eine andere Vorstellung gegolten. Wir wollen glauben, was er uns über unser geliebtes Wasser und die Meere dieser Welt erzählt – eine reelle Chance dazu bekommen wir nicht. Dem Esoterik-Skeptiker macht Emoto seine Thesen nicht plausibel. Will er nicht, oder kann er nicht? Am nächsten Tag fragen wir nach. In einem Konferenzraum des Hilton Hotels, das direkt neben dem Gasteig liegt, empfangen uns seine Dolmetscherin und Emoto gemeinsam. Ohne die Übersetzerin Dr. Monika Lubitz würde unser Interview nicht funktionieren, also stellen wir unsere Fragen an Emoto an sie. Was bei diesem Umweg an Information und Sinn auf der Strecke bleibt ist schwer zu sagen. Am Ende sind die meisten Fragen geklärt, wenn auch das ein oder andere vielleicht besser ungesagt geblieben wäre. Was bleibt, ist die Faszination am Wasser und die Tatsache, dass ein Umdenken im Umgang mit Wasser nicht nur die Idee wert ist.

Tide: Was hat sie dazu bewegt, Wasserkristalle zu fotografieren? Masaru Emoto: Das ist eine etwas längere Geschichte. Es fing an mit homöopatischen Beratungen, die ich seinerzeit in Japan gemacht habe. In Japan darf man für homöopatische Mittel keinen Alkohol benutzen. Also habe ich begonnen homöopatisches Wasser herzustellen und damit ungefähr 10.000 Menschen geheilt. Da wurde ich zum ersten Mal auf die wunderbare Funktionsweise des Wassers aufmerksam und die Tatsache, dass Wasser Informationen speichern kann.
Was kennzeichnet homöopatisches Wasser? In Deutschland werden homöopatische Mittel ja mit Alkohol oder Globuli gemacht und diese Stoffe dienen dann als Speichermedium für die Information die heilen kann. Die japanische Medizin ist da sehr konservativ. Sie verbietet Alkohol in Medikamenten, also habe ich Wasser als Speichermedium genutzt und bemerkt, wie gut es sich eignet um Informationen zu speichern und zu verarbeiten. Zu diesem Thema habe ich in Japan anschließend 10 Bücher veröffentlicht, die von den Naturwissenschaftlern und Medizinern aber abgelehnt wurden. Das war eine schwierige Situation für mich. Eines Tages habe ich dann dieses Buch aufgeschlagen in dem eine Schneeflocke abgebildet war – dann kam mir die Idee: Schnee ist ja auch Wasser. Wenn ich also Wasser gefrieren würde, müsste ich entsprechende Wasserkristalle zu sehen bekommen, mit deren Hilfe ich die im Wasser gespeicherte Information sichtbar machen könnte. Ein Beweis, der heutzutage notwendig ist, da die Naturwissenschaften nichts akzeptieren, was man nicht sehen kann.
Es geht also darum die im Wasser enthaltene Information sichtbar zu machen. Jeder hat schon einmal im Winter Eiskristalle am Fenster beobachtet – Wie haben sie es geschafft die Kristallstrukturen sichtbar zu machen? Die Technologie Schneeflocken zu fotografieren, gibt es in Japan schon hunderte von Jahren. Insbesondere ein Professor auf Hokaido, bedient sich dieser Verfahrensweise schon sehr lange. Mit ihm habe ich mich zusammengetan. Dann haben wir das gefrorene Wasser auf einer Schale unter ein Mikroskop gelegt, an dem ein Fotoapparat angebracht ist und haben angefangen immer mehr Eiskristalle zu fotografieren.
Warum bildet Wasser überhaupt kristalline Formen? Ich denke Gott hat dem Wasser dies bestimmt – ehrlich gesagt: ich weiß es einfach nicht. Vielleicht aber finde ich das auch noch heraus. Aber im Moment befasse ich mich einfach nur mit dem Phänomen ohne zu untersuchen, wie es dazu kommt.
Was für eine Rolle spielt die Geometrie für die Strukturen, für die Informationen und deren Speicherung im Wasserkristall? Wenn man das Material statistisch auswerten würde, könnte man sicherlich feststellen, welches kristalline Muster mit welcher Information korreliert.
Was hat das Wasser ihnen bisher gezeigt/verraten? Durch unsere vielen Versuche haben wir herausgefunden, dass das Wasser bei guter, positiver Information, die das menschliche Leben unterstützt, schöne Kristalle ausbildet, während sie bei negativer, zerstörerischer Information keine Kristalle oder aber nur hässliche, unförmige Kristalle ausbildet.
Woher weiß das Wasser was eine gute und was eine schlechte Information ist? Das liegt daran, dass die jeweilige Information durch Schwingung vom Wasser aufgenommen wird. Nun gibt es zwei verschiedene Sorten von Schwingung: Die eine ist die reine, harmonische Schwingung. Nimmt das Wasser harmonische Schwingungen auf, weiß es, dass es gute Informationen sind und bildet schöne, gleichförmige sechseckige Kristalle aus. Die andere ist die dissonante, unharmonische Schwingung, welche das Wasser als schlecht erkennt und folglich unförmige oder keine Kristalle ausbildet.
Warum bildet das Wasser gerade sechseckige Kristalle aus? Hat das eine bestimmte Bedeutung? Das liegt wohl daran, dass bei sechseckigen Kristallen diese Leitfähigkeit (welche?) am besten und am ausgewogensten ist. Hier kommt auch die Geometrie wieder ins Spiel. Nehmen wir die Jahrtausende alten Pyramiden als Beispiel: Sie sind ein Ort, an dem Information von der Erde aus ins Universum versandt wird, bzw. Information vom Universum auf die Erde gelangt. Dadurch ist beispielsweise eine gewisse Leitfähigkeit für Informationen gegeben. Stellt man jetzt zwei Pyramiden mit ihrer Basis an einander, bilden sie ein Sechseck – wie die wohlgeformten und leitfähigen Wasserkristalle.
Es ist also eine bestimmte strukturelle Form notwendig um Energie weiterzugeben? Genauso ist es.
Zu Beginn ihrer Versuche haben sie unterschiedliche Wasser untersucht und fotografiert und dabei festgestellt, dass sie sich in ihrer Qualität grundlegend voneinander unterscheiden (…) Danach haben sie dem Wasser sogar Musik vorgespielt und Bilder gezeigt, oder es mit Wörtern beklebt. Was ist dabei herausgekommen? Bei den von ihnen genannten Versuchen ist genau das herausgekommen, was wir zu Beginn festgestellt haben: Positive Informationen, egal ob visueller oder akustischer Form, erzeugen schöne, gleichförmige Kristalle, negative Informationen erzeugen hässliche Kristallstrukturen.
Wie kann es denn sein, dass Wasser lesen kann? Ich habe das gestern auch in meinem Vortrag erwähnt: Die Antwort auf diese Frage steht in der Bibel. Am Anfang des Johannes-Evangeliums steht: „Im Anfang war das Wort.“ Und meine Interpretation ist hier, das Gott die Dinge nicht zuerst erschaffen hat, sondern das zunächst einmal das Wort, eine Idee da war, eine Art Blaupause, z.B. die eines Elefanten, die wiederum mit den Schwingungen des Wortes E-le-fant verbunden ist. Diese Information, wie ein Elefant auszusehen hat, hat Gott dem Wasser anvertraut. Deswegen versteht das Wasser diese Worte, die im Prinzip Informationen in Form von Schwingungen sind, die im Wasser gespeichert sind. Das ist selbstverständlich meine Interpretation.
Sie sagen das ist ihre Interpretation. Fehlt ihrer Interpretation als Doktor nicht der wissenschaftliche Anspruch? Oder ist es ihnen schlicht egal, ob ihre Theorie von Naturwissenschaftlern anerkannt wird, oder nicht. Ich habe nicht vor die Naturwissenschaftler zu überzeugen. Das ist auch nicht meine Aufgabe. Meine Aufgabe ist es, meine Gedanken zum Wasser an die Menschen zu verbreiten, wie bei dem Vortrag gestern Abend, oder wie hier in Interviews. Wenn dann Leute kommen, die sagen: Das ist doch komisch was der Herr erzählt. Das kann man nicht glauben und das ist nicht wissenschaftlich – dies Leute gibt es zuhauf und das ist deren Aufgabe.
Was ist deren Aufgabe? Deren Aufgabe ist es mich zu kritisieren.
Glauben sie nicht, dass es auch Leute gibt, die gestern zum Vortrag gekommen sind, weil sie ihr Ansatz interessiert und sie sich, nachdem sie ihre Bücher gelesen haben, endgültig von ihnen überzeugen lassen wollen, dass es diesen großen Zusammenhang zwischen Wasser und Schöpfung gibt, den sie predigen? Das ist nicht meine Aufgabe. Es ist ja nicht meine Schuld, wenn die Leute mit einem Anspruch zu meinen Vorträgen kommen, den ich nicht erfüllen kann. Was ich anbiete, ist wie ein Roman, oder ein Gedicht, das man annehmen kann, oder auch nicht. Wobei die Bilder, die ich gemacht habe einem wissenschaftlichen Anspruch sogar gerecht werden, denn sie sind echt. Es gibt zehntausende Fotos, die in den letzten 14 Jahren von meinen Mitarbeitern gemacht wurden und diese Fotos existieren wirklich – und zwar auf Negativen, nicht digital. Sonst könnte ja jeder damit rumspielen. Aus diesem Grund fotografieren wir ausschließlich analog. Für alle Wissenschaftler, die sich irgendwann für meine Erkenntnisse interessieren, habe ich all diese Fotos feinsäuberlich auf meinem Speicher archiviert.
Was genau können sie mit diesen Negativen beweisen? Damit kann ich eindeutig zeigen: wenn ich dem Wasser das Wort „Dummkopf“ gezeigt habe, habe ich dreißig Negative erhalten, auf denen allesamt deformierte Wasserkristalle zu sehen sind. Anschließend habe ich ein Negativ stellvertretend für die anderen ausgewählt. Dann kommt unweigerlich die Frage: Warum haben sie gerade dieses Foto ausgewählt? Und dann sage ich: Weil ich glaube, dass dieses Foto, die Qualität von Dummkopf am deutlichsten zeigt. Ich suche diese Bilder seit 15 Jahren aus, also ist mein Verfahren in gewisser Hinsicht schon wissenschaftlich fundiert.
Um das Thema Kritiker abzuschließen: Es ist nicht unser Ziel Herrn Emoto zu überführen – das haben wir auch nicht versucht. Uns interessiert nur mit welchem Anspruch er seine Vorträge hält. In Japan sind die Kritiker sehr viel schlimmer. Dort haben sich sogar einige hochrangige Professoren staatlicher Hochschulen zusammengeschlossen, um mich zu ärgern und zu kritisieren. Aber das ist einfach so, da kann ich nichts dran ändern, also akzeptiere ich es. Was meine Entdeckungen so angreifbar macht ist die Tatsache, dass sie, ähnlich wie die Entdeckungen von Galileii und Kopernikus, ein ganzes Weltbild auf den Kopf stellen. Deshalb sträuben sich die Wissenschaftler ja sosehr dagegen – ihre Sicht der Dinge wird in Frage gestellt. Diesen Kritikern trete ich freundlich entgegen indem ich stets lächle und auf meinen Vorträgen singe, weil ich glaube, dass sich meine Idee irgendwann auf diese Weise verbreiten wird. Außerdem verteile ich Kinderbücher, die in eineigen Sprachen erhältlich sind und die man auch downloaden kann unter: www.pranaa.com
Sie sagten sie lächeln und versuchen es auf die nette Weise – möchten sie auch manchmal schreien? (lacht das erste Mal) Fast überhaupt nicht mehr. Nur noch für mich. Oder ich grabe mir ein Loch im Garten und tobe mich dort aus.
Das zeigt ja, dass sie schon ärgerlich darüber sind, dass gerade Naturwissenschaftler ihre Theorien so vehement ablehnen. Das Hauptproblem ist, dass gerade die Professoren so mächtig sind, dass ich gar nicht gegen sie ankommen kann. Sie werden vom Staat bezahlt und können mitbestimmen was in den Schulbüchern steht. Und auch die Massenmedien in Japan boykottieren mich, tun meine Erkenntnisse als völligen Quatsch ab und stellen sich sozusagen auf die Hinterbeine um ihre Macht zu demonstrieren. Was mich am meisten ärgert ist, dass sie meine Kinderbücher kategorisch ablehnen. Dabei mache ich eigentlich nichts anderes als der Nikolaus. Ich sage den Kindern nur, dass sie aufpassen sollen, was sie für Wörter verwenden und beteuere immerzu: benutzt gute Worte. Ich tue also nichts anderes als die Märchen, die bei uns im Unterricht benutzt werden um Moral zu lehren. Und trotzdem werden meine Arbeiten sabotiert.
Warum stößt ihre Theorie gerade in Japan auf solchen Widerstand? Immerhin gibt es in Japan unzählige alternative Heilmethoden und Verfahren, die auf Energieprinzipien zurückzuführen sind, wie beispielsweise das japanische Heilströmen. Nehmen wir beispielsweise Reijki – in Japan darf man das nicht machen. Der Japaner, der diese Methode initiiert hat, musste ins Ausland gehen um sie anwenden zu dürfen. Und überall im Ausland macht man erfolgreich Reijki, nur in Japan wird es abgelehnt. Der moderne Japaner seit dem 2. Weltkrieg ist ein völlig anderer Mensch als der Japaner vor dem 2. Weltkrieg. Wie Deutschland, hat ja auch Japan den 2. Weltkrieg verloren und auch Japan wurde lange Zeit von den Amerikanern besetzt. Mit dem Unterschied, dass es den Amerikanern in Japan in dieser Zeit gelungen ist, die japanische Seele zu zerstören. Ursprünglich bestand die japanische Seele aus drei Elementen und war sehr stark. Die drei Elemente sind: Tenno, das Kaisersystem; Shinto Schreine und der Hanf gehören zusammen. Mit Hilfe dieser drei Elemente ist es Japan seit 1873 gelungen eine sehr steile Karriere hinzulegen und ist sehr schnell sehr stark geworden. Und um diese starke japanische Seele zu zerstören, hat Amerika die Atombombe auf Japan abgeworfen. Im alten Japan gab es um die 8 Millionen Shinto-Schreine, alles Punkte auf den japanischen Inseln, über die man mit dem Universum in Kontakt treten konnte. Durch den Abwurf der Atombombe wurde meiner Meinung nach versucht, diese Verbindung des japanischen Volkes mit dem Universum zu zerstören. Heute ist der Tenno nur noch ein Symbol und die übrigen ursprünglich staatlichen Shinto-Schreine sind alle privatisiert worden. Auch der Anbau von Hanf, der Pflanze, die für die Verbindung mit dem Universum so enorm wichtig war, ist verboten worden. Auf diese Art und Weise ist Japan letztendlich langsam aber sicher untergegangen.
Wie sehen sie die Verbindung von Wasser und Salz und was macht sie ihrer Meinung nach aus? Ich habe gerade erst begonnen mich mit der Verbindung von Salz und Wasser zu beschäftigen. Im Moment weiß ich noch nicht viel mehr, als dass Salz wohl nötig ist, um mit Hilfe chemischer Reaktionen die Informationen, die es vom Wasser bekommt, materiell umzusetzen. Also Kohlenstoff erzeugen, Wasserstoff, alle Elemente, aus denen dann die Dinge entstehen.
Es gibt ja so etwas wie lebendiges Wasser. Kann Wasser auch sterben? Nein. Das geht nicht. Es kann höchstens scheintot sein. Und selbst scheintotes Wasser kann man wiederbeleben. Das ist im Prinzip wie mit den Menschen.
Was können wir vom Wasser lernen? Wir sollten versuchen, so zu leben, wie das Wasser. Das Wasser liebt es einfach frei fließen zu können. Es will nicht eingedämmt werden von Staudämmen und Flussbegradigungen – so sollte es auch beim Menschen sein.
Kürzlich haben wir ein Gedicht von einem japanischen Philosophen gelesen – es handelt von den Eigenschaften des Wassers und was wir von ihnen lernen können. Es ist ausdauernd und geduldig und so weiter… Dieses Gedicht wird in einem meiner nächsten Bücher erscheinen – aber ich freue mich, dass sie das Gedicht, das ursprünglich vom Chinesen Laotse stammt, bereits kennen.
In ihrem Vortrag haben sie gesagt, dass die Gedächtniskraft des Menschen mit der Menge an Wasser zusammenhängt, die sich in seinem Körper befindet. Gibt es hierfür wissenschaftliche Beweise, oder wie kommen sie zu dieser Erkenntnis? Dazu gibt es zwei Gedanken, die ich ihnen gerne erklären möchte. Zum Einen nimmt die Zahl der Alzheimerkranken in der Welt ständig zu, was ich mir durch die Abnahme der Wasserqualität erkläre. Der Mensch und auch sein Gehirn nimmt im Laufen eines Leben ständig Wasser auf und natürlich macht sich dabei die Qualität des Wassers und der darin enthaltenen Stoffe irgendwann bemerkbar. Zum Anderen ist es ganz normal, dass der Wasseranteil im menschlichen Körper mit zunehmendem Alter abnimmt und desto weniger Wasser wir im Körper haben, umso weniger Wasser steht auch unserem Gehirn und der Speicherung von Information zur Verfügung.
Sie denken also, dass die Speicherung von Information die wichtigste Funktion im menschlichen Körper ist? Wasser ist ein Medium, das Information weiterträgt und Information ist Energie. Ohne diese Energie, ohne die Informationen, also ohne Wasser, können wir nicht leben.
Vielen Dank Herr Emoto für dieses Gespräch.
Auch das Gedicht, von dem im Interview die Rede ist, wollen wir euch nicht vorenthalten. Viel Spaß beim Lesen des Gedichts von Laotse:
Einen Weisen im alten China fragten einmal seine Schüler: ”Du stehst nun schon so lange vor diesem Fluss und schaust ins Wasser. Was siehst du denn da?”
Der Weise gab keine Antwort. Er wandte den Blick nicht ab von dem unablässig strömenden Wasser. Endlich sprach er:
“Das Wasser lehrt uns, wie wir leben sollen. Wohin es fließt, bringt es Leben und teilt sich aus an alle, die seiner bedürfen. Es ist gütig und freigiebig.
Die Unebenheiten des Geländes versteht es auszugleichen. Es ist gerecht.
Ohne zu zögern in seinem Lauf, stürzt es sich über Steilwände in die Tiefe. Es ist mutig.
Seine Oberfläche ist glatt und ebenmäßig, aber es kann verborgene Tiefen bilden. Es ist weise.
Felsen, die ihm im Lauf entgegenstehen, umfließt es. Es ist verträglich.
Aber seine Kraft ist Tag und Nacht am Werk, das Hindernis zu beseitigen. Es ist ausdauernd.
Wie viele Windungen es auch auf sich nehmen muss, niemals verliert es die Richtung zu seinem ewigen Ziel, dem Meer, aus dem Auge. Es ist zielbewusst.
Und so oft es auch verunreinigt wird, bemüht es sich doch unablässig, wieder rein zu werden. Es hat die Kraft, sich immer wieder zu erneuern.
Das alles ist es, warum ich auf das Wasser schaue. Es lehrt mich das rechte Leben!”
photos: Masaru Emoto, Henner Thies
Interview: Christine Häring, Henner Thies
Text: Henner Thies





