„This is a message to young people!“, heißt es zu Beginn des Films. Und ja, Modern Collective ist eine Botschaft an junge Menschen. Nicht zuletzt weil Taylor Steele mit seinem neuen Film einmal mehr mit alten Surffilmkonventionen bricht. Es sind die ungewöhnlichen Kameraeinstellungen, die verrückt zusammen geschnittenen Szenen und die futuristische Rahmenhandlung des Films, die unsere Sehgewohnheiten auf die Probe stellen. Dane Reynolds, Dion Agius, Yadin Nicol, Mitch Coleborn, Dusty Payne and Jordy Smith nehmen uns mit auf eine Reise in die Zukunft des Surfens.

Dabei zeigen die 6 Pros innovatives Surfen von Morgen. Egal ob glassy oder nicht, Slab oder Chop – die „Modernen“ experimentieren und haben Spaß dabei. Da passt es, dass auch mit Film- und Schnitttechniken virtuos gespielt wird. Mal in Farbe, mal in Schwar-Weiß präsentieren uns die Macher von Modern Collective kunstvoll arrangierte Bilder die im Kopf bleiben. Ähnlich kreativ wie die Surfaction und deren filmische Präsentation ist auch der skurrile Soundtrack. Er verleiht diesem gelungenen Werk einen Touch von Terantino. Großes Kino von Morgen schon heute.

Beste Szene: Der gesamte Part von Jordy Smith

Modern Collective, Poor Specimen, englisch, Länge 60 Minuten, 2009, eur 30.-