Nichts Geringeres predigen die Propheten Reef, Rasta, Hagen, Conley, Bol, Bennett, Cossart und Del Moro im neuen Film von Nathan Apffel. Ob in Kalifornien, Indonesien, Australien, Mexiko oder Hawaii, ihre Botschaft ist deutlich: Das was uns als Surfer verbindet ist die Suche nach der perfekten Session zusammen mit unseren Freunden. Abenteuer, Freude, Spiritualität, Natürlichkeit und Freundschaft sind unsere Motive. Dies gilt es sich in Zeiten der zunehmenden Kommerzialisierung unseres Sports immer wieder vor Augen zu führen. Apffel nimmt sich Zeit dies im Film herauszuarbeiten.

Die ausführlichen Landschaftsaufnahmen und Stillleben, machen „Lost Prophets“ zu dem modernen Soul Movie, der er sein soll. „Es ist doch großartig!“, meint Rasta im Film. „Wir verschreiben uns einer solch unproduktiven Sache, dass wir am Ende jeder Session nichts vorzuweisen haben außer vielleicht wunde Eier, Sonnenbrand und Muskelkater.“ Gespickt mit ehrlich gemeinten Ausführungen, wie der von Rasta, hinterlässt der Film einen bleibenden Eindruck und ein noch besseres Gefühl. Endlich hat jemand das Kind beim Namen genannt. Surfen bringt nichts – außer pure Freude am Leben. Äußerst sehenswert.

Beste Szene: Mexiko Session am „Somewhere-Spot“…

Lost Prophets, Corban Productions, englisch, Länge 50 Minuten, 2009, eur 30.-