Einleitend heißt es: „When surfers are told to become soldiers, choices have to be made.“
„Between the lines“ erzählt die Geschichte des Vietnam-Kriegs aus der Sicht zweier junger Männer, die sich dieser Entscheidung stellen müssen. Der eine, Pat Farley, zieht freiwillig in den Krieg gegen die Vietcong. Der andere, Brant Page, versucht alles um sich dem Wehrdienst zu entziehen. Was die beiden trotz ihrer gegensätzlichen Einstellung verbindet, ist die Leidenschaft zum Surfen. Die beiden Männer stehen stellvertretend für eine ganze Generation. Im Amerika der 60er Jahre beginnt der lebensfrohe Surf-Lifestyle viele in seinen Bann zu ziehen.

Eine Faszination die selbst die nicht loslässt, die sich entscheiden in den Krieg zu ziehen. Als die Armee beginnt für ihre Soldaten einige Rückzugs- und Erholungsgebiete an der vietnamesischen Küste einzurichten, entsteht schon bald eine Strand- und Surfszene auf feindlichem Gebiet, die an Kalifornien erinnert. Lifeguards bewachen die Badegäste, Soldaten surfen auf selbst geshapten Longboards, Frauen sonnen sich im Bikini. „Here I am surfing, feeling the goodness of life again, and death and destruction lies a mile down the beach!“, erinnert sich einer der wenigen Veteranen, die den Krieg kämpfend und surfend überlebt haben. „Between the lines“ ist eine überwältigende Dokumentation über die Ausweglosigkeit des Krieges und die belebende Kraft des Surfens. Unglaublich aber wahr.

Beste Szene: Zwei Soldaten dringen schwer bewaffnet in feindliches Gebiet vor um einen Secret Spot zu surfen.

Between the Lines, Ty Ponder, englisch, Länge 60 Minuten, 2009, eur 20.-