„Located within Olympic National Park, La Push, the 800-year-old reservation of the Quileute tribe, is home to some decent but fickle beachbreak. La Push is an average beachbreak that has some good days and a lot of bad days. It’s a beautiful spot, however, and the 14-mile jaunt off of Highway 101 is well worth it, even if the surf sucks. Es gibt Surf-Reports auf surfline.com, die lesen sich besser als der von „La Push“ im amerikanischen Bundesstaat Washington. Dem neuen Roman von Antje Babendererde, der an eben diesem Strand am Pazifik spielt, kommt das nur zu Gute. So bleibt der Austauschschülerin Smilla, die gemeinsam mit ihren Surferfreunden im Indianerreservat ihr Sommercamp aufschlägt, genügend Zeit sich in Conrad, einen Einheimischen, zu verlieben: „Die Gischt in der Brandung schimmerte nicht weiß, sondern blau. Es war ein Indigoblaues Leuchten und Flimmern entlang der gesamten Brandungslinie. Das Meer sprühte Funken. Fasziniert starrte ich auf das Schauspiel.
Und dann sah ich ihn. Den einsamen Wellenreiter in der Nacht. Seine schwarze Gestalt im Licht des vollen Mondes hatte etwas Gespenstisches, so, als wäre er nicht von dieser Welt.“ Später rettet Conrad Smilla aus einer gefährlichen Strömung. So nimmt die Liebesgeschichte der weißen Smilla und des Indios Conrad ihren Lauf und fördert schließlich manch dunkles Geheimnis zu tage. Denn Conrad gibt den Surfern die Schuld am Tod seines Zwillingsbruders. „Indigosommer“ ist ein bewegender Liebesroman vor grandioser Kulisse: Ein einsamer Strand, ein langer Sommer und eine Liebe, die nicht sein darf. Eine packende Lektüre – Nicht nur für unsere weiblichen Leser.
Indigosommer, Antje Babendererde, Arena Verlag, deutsch, 336 Seiten, Gebundene Ausgabe, 2009, eur 15.-



